Begeben wir uns sofort auf eine Zeitreise, um die faszinierenden Ursprünge des Tequila, des ikonischen mexikanischen Getränks, zu entdecken.

Die Geschichte
Entgegen der landläufigen Meinung reichen die Wurzeln der Tequila-Geschichte weit vor der Ankunft der Spanier zurück. Antike mesoamerikanische Zivilisationen wie die Azteken verehrten die Agavenpflanze, die sie „metl“ nannten. Aus dieser Pflanze gewannen sie ein fermentiertes Getränk namens „Pulque“, das als heilig galt und in religiösen Zeremonien verwendet wurde.
Mit der Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert vermischten sich europäische Destillationstechniken mit der indigenen Tradition. Man begann, den fermentierten Agavenmost zu destillieren, wodurch stärkere Getränke entstanden. Im Laufe der Jahrhunderte wurden diese Techniken in der Tequila-Region im Bundesstaat Jalisco verfeinert, wo das besondere Mikroklima und der vulkanische Boden sich als perfekt für den Anbau der blauen Weber-Agave erwiesen – der Agavensorte, die zur Herstellung des echten Tequilas verwendet wird.
Im 17. Jahrhundert begann die Familie Cuervo mit der großflächigen Produktion von Tequila, gefolgt von anderen Destillerien, die zur Definition der Produktionsstandards beitrugen. Der Name „Tequila“ wurde offiziell anerkannt und ist untrennbar mit seiner Ursprungsregion verbunden.
Heute ist Tequila ein Symbol der mexikanischen Kultur, ein geschütztes und weltweit geschätztes Erbe. Er ist nicht nur ein Destillat; er ist Kultur in flüssiger Form.
Die Eigenschaften
Transparente Farbe. An Nase und Gaumen dominieren frische und lebendige Noten von gekochter Agave, kräuterig, zitrusartig und manchmal eine leichte Mineralität. Es ist die reinste Form der Agave.
Kuriositäten
Viele Leute glauben, dass hochwertiger Tequila einen Wurm am Flaschenboden enthält. Dies ist nur ein Volksglaube; echter Tequila enthält keine Würmer.